Kostenlose Informationen und Downloads zur AdA-Schein-Prüfung
   

Praktischer Teil der Ausbilder-Eignungsprüfung.

Die Ausbilder-Eignungsprüfung sieht neben einem schriftlichen Teil auch einen praktischen Teil vor.
Dieser besteht aus

- der praktischen Durchführung oder der Präsentation einer geplanten Ausbildungseinheit und
- einem sich daran anschließenden Prüfungsgespräch.

Die Leistungsbewertung des praktischen Teils setzt sich zusammen aus

- der schriftlichen Planung (30 %),
- der Realisierung (50 %) und
- der Nachbesprechung (20 %)

1. Schriftliche Planung der praktischen Durchführung bzw. Präsentation
Zur Vorbereitung der praktischen Prüfung ist von Ihnen ein Unterweisungsentwurf für eine Ausbildungseinheit selbständig auszuarbeiten. Dieses Konzept ist am Tage der schriftlichen Prüfung vor deren Beginn der Aufsicht in vierfacher Ausfertigung auszuhändigen.

1.1 Themenwahl
Das Thema für die praktische Unterweisung bzw. Präsentation wählen sie bitte anhand der Verordnung über die Berufsausbildung - im Regelfall Ihres eigenen Ausbildungsberufes - aus. Bevorzugter Ausbildungsabschnitt soll dabei das 1. Ausbildungsjahr sein, damit seitens des Prüfungsausschusses möglichst keine fundierten berufsspezifischen Fachkenntnisse erforderlich sind.

1.2 Zeitplanung
Das von Ihnen zu erstellende Konzept soll für eine Unterweisungs- bzw. Präsentationsdauer von mindestens 15 Minuten, höchstens jedoch 20 Minuten, geplant werden.

1.3 Umfang des Entwurfes
Der Umfang Ihrer Ausarbeitung soll höchstens 5 DIN A 4 Seiten ohne Anhang (z. B. Informations- oder Arbeitsblätter) betragen. Bedenken Sie bitte, daß für die Bewertung Ihres Entwurfes nicht der Umfang oder die betriebliche Bedeutung des Themas entscheidend ist, sondern die Systematik Ihrer Darstellung.

1.4 Aufbau und Inhalt
Der allgemeine Aufbau von Unterweisungsentwürfen für die Ausbildungseinheiten wird Ihnen im Rahmen der Vorbereitung auf die Prüfung vermittelt. Wichtige Inhalte sind neben der Themennennung u. a.:
Themenbereich lt. Ausbildungsrahmenplan

- Angaben zum Auszubildenden (z. B. Alter, Vorbildung ....)
- Beschreibung der zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten
- Festlegung der Lernziele (mindestens Grob- und Feinlernziele)
- Überlegungen zur Methodik der Unterweisung
- geplante Form der Erfolgskontrolle
- Auflistung der Unterweisungsmittel (Medien ...)
- Darstellung des Unterweisungsablaufes mit Zeiteinteilung

Bei den Planungsüberlegungen zu o. g. Punkten soll im Sinne zeitgemäßer Bildungsbemühungen selbständiges Lernen und Handeln berücksichtigt werden.

1.5 Praktische Durchführung oder Präsentation?
Im Zusammenhang mit der schriftlichen Planung werden Sie zwischen der praktischen Durchführung und der Präsentation zu wählen haben. Eine Entscheidung zugunsten der Präsentation kann u. a. dann sinnvoll sein, wenn aufgrund

- des inhaltlichen Umfanges der gewählten Ausbildungseinheit,
- der geplanten Unterweisungsmethoden oder
- der erforderlichen Unterweisungsmittel

die praktische Durchführung nicht oder nur eingeschränkt erfolgen kann.

2. Realisierung der praktischen Durchführung bzw. Präsentation
Dieser Teil beinhaltet die praktische Umsetzung Ihres Unterweisungsentwurfes bzw. Ihrer Präsentation.

2.1 Organisatorische Vorbereitung
Für die Darstellung Ihres Themas stehen Ihnen im Prüfungsraum eine Tafel und ein Overhead-Projektor mit Leinwand zur Verfügung. Falls Sie zusätzliches Arbeits- und Anschauungsmaterial einsetzen wollen, so ist dies von Ihnen mitzubringen. Bitte achten Sie darauf, daß die organisatorische Vorbereitung Ihrer Unterweisung bzw. Präsentation 5 Minuten nicht überschreitet, damit der Zeitplan der für diesen Tag vorgesehenen praktischen Prüfungen eingehalten werden kann.

2.2 Ablauf
Die Unterweisung bzw. Präsentation erfolgt in der Regel gemäß der Planung Ihres schriftlichen Konzeptes und soll von Ihnen möglichst frei vorgetragen werden.

2.2.1 Ablauf der Unterweisungsprobe
Für die geplante Unterweisung wird ein Mitglied des Prüfungsausschusses die Funktion der/des Auszubildenden übernehmen. Seien Sie darauf gefaßt, daß die Durchführung evtl. vorzeitig abgebrochen wird, wenn sich der Prüfungsausschuß ein ausreichendes Bild von Ihren Leistungen verschafft hat bzw. das Erreichen der gesetzten Lernziele nicht vom weiteren Unterweisungsablauf abhängig ist. Ein solcher Abbruch hat keinen nachteiligen Einfluß auf das Ergebnis.

2.2.2 Ablauf der Präsentation
Die Präsentation gibt Ihnen Gelegenheit, eine von Ihnen geplante Ausbildungseinheit vortragend vorzustellen. Der Prüfungsausschuß wird während Ihrer Darbietung nicht aktiv mitwirken, sondern ausschließlich Zuschauer- bzw. Zuhörerfunktion haben. In Ihrer Präsentation sollten daher neben den sprachlichen Komponenten, wie z. B. Verständlichkeit und Ausdruck, auch die zur Veranschaulichung vorgesehenen Medien und Materialien möglichst wirkungsvoll zum Ausdruck kommen.

3. Nachbesprechung der praktischen Durchführung bzw. Präsentation
Das Prüfungsgespräch bildet den Abschluß des praktischen Teils der Ausbilder-Eignungsprüfung und kann sich sowohl auf Planung als auch Realisierung Ihrer praktischen Durchführung bzw. Präsentation beziehen. Inhalt dieses ca. 10 - 15 Minuten dauernden Gespräches werden somit einzelne Aspekte der von Ihnen gewählten Ausbildungseinheit sein, wobei sich die daraus ergebenden Themenstellungen grundsätzlich auf alle Handlungsfelder beziehen können.